Wir erreichen die Slowakei

25.08.2016

Oh,  was für eine Aufregung! Als wir gestern todmüde ins Zelt geklettert sind, haben wir einen fatalen Fehler begangen. Die „Pfannkuchen“-Reste von gestern haben wir mitsamt Pfanne auf einer Bank neben dem Zelt zum Einweichen liegen lassen. Auf einem Campingplatz kann ja nichts passieren…

Mitten in der Nacht hören wir, wie die Pfanne von der Bank herunterkracht. Wir blicken nach draußen, doch wir können nichts sehen. Moment, wir können auch die Pfanne nicht mehr sehen. Scheinbar hat ein mindestens mittelgroßes Tier gefallen an unserer misslungenen Backkunst von gestern Abend gefunden und sich mitsamt Behälter unter den Nagel gerissen. Auch die Tüte mit dem Müll ist spurlos verschwunden. Als die erste Aufregung vorüber ist, können wir weiterschlafen. In Zukunft werden wir besser darauf achten, keine Essensreste herumliegen zu lassen. Bis jetzt wissen wir nicht, was das für ein Tier war und auch nicht, wo unsere Pfanne verblieben ist. Den Müll konnten wir über eine Spur, die ins Gebüsch geführt hat, wieder einsammeln.

Entspannter Vormittag

Der nächste Morgen ist entspannt, die Sonne knallt und wir nutzen die Infrastruktur am Campingplatz zum Waschen, Duschen und Entspannen. Der in die Jahre gekommene Tankrucksack ist an einer Seite aufgeplatzt und wird von uns wieder zugenäht. Erst gegen Nachmittag brechen wir in Richtung Slowakei auf.

Durch die Slowakei

Kurz hinter Horní Bečva erreichen wir die slowakische Grenze und entdecken das neue Land hinter einem kurvigen Bergpass. Auffällig sind tausende am Straßenrand aufgestellte, riesige bunte Werbetafeln, die manch einen Auto- oder Moppedfahrer von der Straße ablenken können. Die sind zwar nicht besonders schön, doch die beeindruckende Panoramalandschaft voller grüner Berge tröstet schnell darüber hinweg.

Berge in der Slowakei

Wir peilen den Národný park Nízke Tatry an. In diesem Nationalpark wollen wir morgen wandern gehen. Je näher wir dorthin kommen, desto kurviger wird es und wir fahren wieder durch tolle Serpentinen, auf denen auch einige andere Motorradfahrer rauf- und runterbrettern.

Straße mit Sicht auf die Berge

Da wir erst nachmittags aufgebrochen sind, ist es auch schon recht spät, als wir ankommen. Nach einem Einkauf bleibt nicht mehr viel Zeit, um im Hellen einen Schlafplatz zu finden. Außerdem sind wir in der recht großen Stadt Banská Bystrica. Hier wird es schwierig, einen Schlafplatz zu finden. Also fahren wir etwas aus der Stadt raus und befinden uns wieder mitten in den Bergen. In den kleinen Bergdörfern fragen wir bei einigen Leuten nach, ob wir auf ihren Wiesen übernachten dürfen, werden jedoch immer wieder weggeschickt. Mit steigender Dunkelheit steigt die Nervösität, die Pensionen und Hotels sind allesamt sehr teuer und das einzige Hostel ist laut Google dauerhaft geschlossen. Schließlich finden wir aber doch eine Wiese am Straßenrand, auf der wir unser Zelt aufschlagen dürfen.

Morgen soll es dann wieder auf Hikingtour gehen.

Entfernung dieser Etappe: 161,7 km