Ein entspannter Morgen

30.08.2016

Um 10 Uhr müssen wir aus dem Hostel auschecken. Danach gehen wir es ganz entspannt an, setzen uns in die zwei Sessel vor dem Eingang und holen das Bloggen aus den letzten Tagen nach. Im Supermarkt gegenüber haben wir uns ein Rosinenbrötchen und ein riesiges Schokocroissant gegönnt, welche wir dabei verspeisen. Lecker!

Langsam bepacken wir unser Motorrad und fahren los.

Gerade Strecken am Balaton

Wir haben uns entschieden über die Straße 7 zu fahren.
Aus Budapest heraus führt diese am Balaton vorbei und geht komplett bis an die kroatische Grenze.
Als wir den Balaton erreichen, nutzen wir die erstbeste Gelegenheit,  das Wasser zu erreichen. Ein Fehler, denn laute Ballermann-Musik dröhnt uns entgegen. Nichts wonach uns gerade ist. Wir drehen also wieder um und suchen nach einem besseren Platz.
Eine Viertelstunde später erreichen wir eine völlig ruhige Badestelle und machen dort erst einmal eine ausgiebige Pause.

Als wir weiterfahren bereuen wir es, die 7 zu fahren. Sie führt zwar am See entlang, doch man hat nur selten Aussicht auf diesen. Außerdem ist sie kerzengerade, fast überall auf 60 km/h begrenzt und wird ständig von Zebrastreifen gekreuzt. Absolut langweilig.

Wir schnuppern ungarische Landluft

Wir lassen den Balaton hinter uns und fahren weiter richtung Südwesten. Es wird ländlicher und wir halten nach einem Ort ausschau, an dem wir unser Zelt aufschlagen können. Es gibt viele große, gemähte Felder. Wildcampen sollte hier recht einfach werden. Da wir auch ungarisches Essen ausprobieren wollen, suchen wir ein Restaurant.

Dazu fahren wir in den nächst größeren Ort Zalakaros. Als wir dort angekommen auf dem Handy nach etwas Passendem suchen, spricht uns ein netter älterer Herr mit österreichisch-ungarischem Akzent an. Er fragt, ob wir etwas suchen und ob er uns helfen kann. Wir nennen ihm unser Anliegen und er empfiehlt uns eine Weinstube.  Dort kann man gut ungarisch essen.

Wir folgen seiner Empfehlung und bekommen dort sehr gute deftige Fleischgerichte und ungarisches sowie tschechisches Bier.

Nach dem Essen fahren wir zurück zu den Feldern und stellen Erna auf einem kleinen Parkplatz ab. Wir wünschen ihr gute Nacht und stiefeln in das Feld, um unser Lager aufzuschlagen.
Morgen geht es weiter in den Südwesten. Kroatien oder Slowenien, mal sehen wo wir unterkommen 🙂

Entfernung dieser Etappe: 201,4 km