Wandern auf dem Berg Rogla

01.09.2016

Heute werden wir von Familie Pangerl zum Frühstück eingeladen. Nach dem Duschen verabschieden wir uns von Žiga. Er hat uns empfohlen, auf dem Berg Rogla wandern zu gehen. Also folgen wir seinem Rat und machen uns auf den Weg. Der Gipfel von Rogla liegt auf 1,517 m Höhe. Mit dem Motorrad können wir die 1200m Höhendifferenz  problemlos bis nach oben fahren. Da wir nicht den ganzen Tag wandern wollen, machen wir das auch. Nach oben geht es über eine lange Serpentinenstrecke. Auf der Straße gibt es allerdings einige Schlaglöcher und viel Split, also müssen wir relativ vorsichtig hochfahren. Macht trotzdem Spaß! 

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Oben kommen wir in einem großen Skigebiet an. Wir stellen Erna ab und hinterlassen alles bei ihr, was uns beim Wandern zu schwer im Rucksack ist. Mit dem ganzen Gepäck ist Erna ein echter Blickfang!

Motorrad auf dem Berg Rogla

Der Wanderweg ist sehr schön, wir machen eine kleine Runde durch den Wald.

Nicki im Wald

Auffällig sind einige riesengroße, wuselnde Ameisenhügel am Wegesrand.

Ameisenhaufen

Nach unser knapp einstündigen Rundtour geht es knapp einen Kilometer weiter mit dem Motorrad zu einer Hütte. Hier bekommen wir eine köstliche Pilzsuppe, die eine lokale Spezialität ist. Die Pilze kommen frisch aus dem anliegenden Wald, in dem wir gerade gewandert sind.

Pilzsuppe

Wir testen Ernas Offroad-Tauglichkeit

Nach unten nehmen wir nicht wieder die feste Straße, sondern schicken Erna über eine Offroad-Piste. Durch den Schotter geht es über eine enge, kurvige und steile Strecke nach unten. Das macht viel Laune, auch wenn das Motorrad eigentlich nicht so geländegeignet ist. Unten kommen wir heile an und fahren weiter Richtung Westen. Unser Ziel ist die Stadt Bled in Slowenien. Doch wir sind so weit im Norden, dass wir auf dem Weg auch ein Stück durch Österreich müssen.

Rettung in letzter Sekunde

In Österreich angekommen, wird es schon langsam dunkel. Es ist weit und breit kein Dorf oder Feld zu sehen. Außerdem ziehen große Gewitterwolken auf. Nach einigen Kilometern nutzen wir die erstbeste Gelegenheit und verlassen die Hauptstraße. Wir landen im Ort St. Nikolai. Leider scheint es hier keine richtige Möglichkeit zur Übernachtung zu geben. Es wird dunkler und langsam müssen wir wirklich etwas finden. Nachdem wir den ganzen Ort mitsamt seiner Nachbardörfer abgeklappert haben fahren wir zurück auf die Hauptstraße. Hinter der Haiderbrücke (ja, die ist wirklich nach diesem unsympathischen ehemaligen FPÖ Politiker Jörg H. benannt) kommen wir in das Dorf Rinkenberg. Wir sehen einen Mann der gerade ein Lagerfeuer im Garten macht. Schnell steigen wir ab und fragen ob, wir in seinem Garten unser Lager aufschlagen dürfen. Glücklicherweise sagt er zu und da es anfängt zu regnen, beeilen wir uns mit dem Aufbau des Zeltes. Just in dem Moment, in dem wir fertig sind, fängt ein heftiges Gewitter an. Wir haben es gerade in letzter Sekunde geschafft! Wären wir jetzt noch auf der Straße, hätten wir ein Problem. Da es so stark regnet, bleiben wir im Zelt, vielleicht können wir morgen die hier lebende Familie kennen lernen.

Entfernung dieser Etappe: 133,1 km