1. Man braucht kein großes Motorrad zum Verreisen.

Die kleine Erna hat uns nicht im Stich gelassen! Man braucht auch nicht unbedingt teure Motorradkoffer. Wir haben uns einfach eine Plane aus dem Baumarkt geschnappt, um den Rucksack gewickelt und auf den Gepäckträger gespannt. Hält auch und ist funktional. Das Auf- und Abspannen ist manchmal lästig und es wird auch mal eng auf dem Motorrad, aber unser improvisiertes Gepäcksystem hat die 4 Wochen problemlos überstanden. Zusätzlicher Vorteil: Man hat einen großen Wanderrucksack dabei.

2. Man sollte vor der Reise nochmal das Motorrad checken (oder checken lassen).

Hätten wir das getan, wäre uns der Reifenwechsel während unserer Reise erspart geblieben. Zum Glück waren wir noch in Deutschland und konnten bei Freunden unterkommen, während Erna in der Werkstatt stand. Woanders hätte das auch schwieriger werden können…

3. Man braucht keinen großen Geldbeutel für eine große Reise.

Pro Person haben wir 440 Euro für 4 Wochen ausgegeben. Wie wir das geschafft haben, könnt ihr hier nachlesen. Einen großen Teil der Reise haben wir durch Blutplasmaspenden finanziert.

4. Nicht zu spät anfangen, nach einem geeigneten Schlafplatz zu schauen.

Wenn man auf die Bezahlung für Übernachtungsmöglichkeiten verzichten will und wildcampt, muss man sich frühzeitig umsehen. Man weiß nie, wie lange die Suche dauern wird. Oder wann es anfangen wird, zu gewittern… Je tiefer die Sonne wandert, desto größer wird die Nervösität, wenn man noch nichts gefunden hat.

5. KEINE ESSENSRESTE VOR DEM ZELT STEHEN LASSEN!

Auch nicht, wenn man sich auf einem Campingplatz befindet.

6. Wasserfeste Schuhe sind von Vorteil.

Es kann ganz schön lange dauern, bis Wanderschuhe wieder trocken sind… Geholfen haben Zeitungspapier und das Auswechseln von Schuheinlagen.

7. Im Osten sprechen mehr Menschen Deutsch, als man es vermuten würde.

Mit Deutsch kamen wir in den Ländern Osteuropas und im Balkan meistens weiter als mit Englisch. Oft ist es passiert, dass wir die Leute aus Gewohnheit auf Englisch angesprochen haben, um dann festzustellen, dass es mit Deutsch eigentlich viel besser klappt. Bei der historischen Vergangenheit eigentlich kein Wunder.

8. Einfach auf Menschen zugehen!

Auch wenn man nicht die gleiche Sprache spricht. Die tollsten Reiseerlebnisse hatten wir im Kontakt mit anderen Menschen. Gab es Sprachbarrieren, haben wir uns halt mit Händen und Füßen unterhalten. Vor allem bei der Schlafplatzsuche sind wir gut in den Kontakt mit Einheimischen gekommen. Hätten wir in mehr Hostels oder auf Campingplätzen übernachtet, wären uns viele spannende Begegnungen vorenthalten geblieben.

9. Selbst wenn man mit wenig auskommt, man kommt immer mit noch weniger aus.

Obwohl wir nicht zum ersten Mal unsere Rucksäcke gepackt haben, mussten wir dennoch feststellen, dass wir auf das Eine oder Andere hätten verzichten können. Vor allem bei den Klamotten hätte man noch mehr einsparen können. Wir hatten eigentlich immer die Möglichkeit, unterwegs die Klamotten zu waschen und sind so mit einem Minimum ausgekommen.

10. Man muss nicht vorher planen, wo es hingehen soll.

Oft passieren großartige Dinge aus der Spontaneität heraus! Das Gefühl hat darüber entschieden, wie lange wir wo geblieben sind und in welche Richtung es weitergehen soll. Oft wussten wir morgens nicht, wo wir abends schlafen werden. Das hat unsere Reise ausgemacht! Schließlich sind wir immer irgendwo angekommen und wenn man doch etwas plant, kommt es sowieso meistens anders ;)!

 

2 Kommentare zu “10 Dinge, die wir auf unserer Osteuropa-Reise gelernt haben

  1. Hallo Nicki und Moe,
    Danke, dass ihr eure Erlebnisse mit uns teilt! Eure Geschichten sind spannend, aber das Beste sind für mich die atemberaubenden Fotos! Macht weiter so. Ich freue mich schon auf die Berichte zu eure Weltreise.
    Liebe Grüße, Christiane

    1. Liebe Christiane,
      danke für die netten Worte :). Du hast vollkommen Recht, Moe macht wirklich tolle Fotos! Wir werden weiterhin fleißig berichten.
      Viele liebe Grüße aus Marburg
      Nicki

Kommentar verfassen