Liebe Leser,

was war das nur für ein Jahr. Wahrhaftig ein Jahr voller positiver und negativer Überraschungen.

Auch wir hatten ein aufregendes Jahr 2016. Für uns ist glücklicherweise überwiegend Positives passiert, von dem wir einiges mit euch teilen konnten. Nun ist es an der Zeit, ein wenig zurückzublicken. Gleichzeitig wollen wir aber auch von unseren Plänen für 2017 erzählen.

Wie hat denn eigentlich alles angefangen?

Schon vor der Gründung unseres Blogs gab es den großen Traum einer Weltreise. Den gab es für mich schon sehr lange. Für mich stand fest: Ich werde mir diesen Traum erfüllen – egal wann. Eine große Reise nach dem Abschluss des Studiums scheint mir dafür ein besonders geeigneter Zeitpunkt: Ein Lebenskapitel ist abgeschlossen, ich habe noch keine Verpflichtungen und bin endlich frei. Dass ich während meines Studiums einen Menschen finden würde, der meinen Traum teilt und ihn mit mir zusammen verwirklichen möchte, konnte ich nicht ahnen. Ich wäre auch alleine auf Reisen gegangen. Doch es ist ein unglaubliches Glück, mit jemanden gemeinsam reisen zu können.

Nach dem ersten gemeinsamen Urlaub war klar, dass es mit Moe einfach passt. Wir haben die gleiche Vorstellung vom Reisen, ja sogar die gleiche Vorstellung vom Leben. Man trifft im Leben nur sehr selten einen Menschen, mit dem man sich solch eine große Reise vorstellen kann.

Andere Menschen können uns verändern und uns inspirieren. Durch Moe habe ich meine Liebe zum Motorradfahren entdeckt. Seitdem ich mich das erste Mal auf den Sattel geschwungen hatte, lies mich das Gefühl der Freiheit auf der Straße nicht mehr los. Zugegebenermaßen hatte ich vor der ersten Fahrt auch ganz schön Schiss – man legt als Sozius ja schließlich sein Leben in die Hand des Fahrers. Doch nach kurzer Zeit war die Angst verflogen und das Fieber hatte mich gepackt. Immer wenn die Sonne schien und wir uns ein bisschen freie Zeit verschaffen konnten, haben wir den Motor gestartet. Egal wohin, egal wie lange – Hauptsache raus!

Meine Leidenschaft ist bis dahin das Wandern gewesen. Da ich schon öfters mehrtägige Touren gemacht habe, stand für mich fest, dass ich auf einer längeren Reise nicht auf lange Wandertouren verzichten möchte. Moe ist ja auch ein sportlicher Typ, da war es nicht allzu schwer, ihm von dem Charme der Gipfelbesteigungen zu überzeugen. Wir haben es innerhalb kurzer Zeit geschafft, uns für das Motorradfahren sowie das Wandern gegenseitig zu begeistern. Daher haben wir immer wieder überlegt, wie wir beides wohl am besten miteinander verknüpfen könnten.

Wie entstand der Blog?

Nach einigen theoretischen Überlegungen, ging es dann an die Praxis. Auf einem Ausflug in die Rhön wollten wir testen, wie gut sich eine Motorrad- mit einer Wandertour vereinbaren lässt.

Übrigens eignet sich Wandern hervorragend, um eine neue Perspektive auf sein eigenes Leben zu werfen, einfach die Gedanken laufen zu lassen und neue Ideen zu finden. So ist auf dieser Tour die Idee entstanden, einen Blog zu gründen. Einfach deshalb, weil wir selbst so gerne von anderen Reisenden hören und lesen. Zudem gibt es bisher keinen Blog, der sich auf die Kombination von Wandern und Motorradfahren (eben Moppedhiking) spezialisiert hat. Wir hoffen, unseren Lesern hiermit einen wirklichen Mehrwert bieten zu können.

Und weil unsere Gepäckkonstruktion mit Wanderrucksäcken, Zelt und Kochgeschirr auf der kleinen Erna gut geklappt hat, war die Idee für unsere Ostentour geboren.

Kurze Zeit später haben wir den Blog auf die Beine gestellt und sind ohne einen genauen Plan Richtung Osten aufgebrochen. Wir waren 4 Wochen unterwegs, erlebten so manch ein Abenteuer in verschiedenen Ländern und lernten viele neue Menschen kennen. Wir genossen kurvige Strecken und erwanderten hohe Gipfel. Den Rest kann jeder von euch hier auf dem Blog nachlesen :)!

Was kommt 2017?

Doch nach der Reise ist vor der Reise. Wer im Herzen ein Globetrotter ist, wird dieses Gefühl kennen. Kaum zuhause angekommen, setzt unmittelbar das Fernweh ein.

Für dieses Jahr ist eine noch größere Reise geplant, die größte unseres Lebens. Wir haben den Winter genutzt, um uns von anderen Bloggern und Reisenden dafür inspirieren zu lassen und neue Impulse zu bekommen. Gerne lauschten wir den unzähligen Interviews und Reiseberichten von Weltenbummlern auf zwei Rädern im Pegasoreise Podcast. Wir besuchten Vorträge anderer Motorradreisender wie Erik Peters oder Panny von den Krad Vagabunden und trafen uns mit Steven, der von Malaysia zurück nach Deutschland und einmal rund um dem afrikanischen Kontinent gefahren ist. Schließlich wurden wir darin bestärkt, dass wir es auch ohne großes Budget schaffen können, die Welt zu bereisen.

Ich bin überzeugt, dass selbst eine Weltreise nicht so kompliziert ist, wie man sich das vielleicht vorstellt. Viele Hindernisse machen wir uns doch nur selbst, sie bestehen in unseren Köpfen. Man muss einfach nur den ersten Schritt wagen.

Zum Jahreswechsel schauen wir umso mehr nach vorne, auf unsere eigene große Reise, die hoffentlich zum Ende des Jahres 2017 beginnen wird. Langsam beginnen wir damit, uns über so einiges Gedanken zu machen. Dazu zählen etwa Fragen wie:

  • Wo beginnen wir unsere Reise?
  • Auf was für einem Motorrad wollen wir die Reise antreten?
  • Was passiert mit unserem Hab und Gut?
  • Wie läuft das mit der Versicherung? Was ist mit Steuern? Visa?
  • Wie wollen wir mitsamt Motorrad über den Atlantik kommen?
  • Für welche Temperaturen müssen wir uns eindecken?

Und das Wichtigste zum Schuss: Wir möchten uns ganz herzlich für eure Anregungen und Unterstützung bedanken. Wir hoffen, auch im neuen Jahr spannende Berichte mit euch teilen zu können und wünschen euch, dass sich auch eure Wünsche im neuen Jahr erfüllen.

Eure Moppedhiker

Nicki & Moe