Von O’Higgins bis nach Puerto Montt verläuft quer durch den noch wenig infrastrukturell erschlossenen Süden Chiles über 1350 km die Ruta 7, die so genannte Carretera Austral. Diese Straße ist unter Fernreisenden aufgrund ihrer grandiosen Landschaft sehr beliebt und schon lange kein Geheimtipp mehr. Sie besteht zu einem großen Teil aus unasphaltierter Straße und ist damit vor allem für Autos mit Allradantrieb, Bikepacker und Endurofahrer reizvoll. Auch für uns war natürlich klar, dass wir uns diese besondere Straße mit all ihren Nationalparks nicht entgehen lassen wollen. Dass wir vorher einige Gruselgeschichten über verzweifelte Moppedfahrer gehört haben, hat uns natürlich nicht davon abgehalten, sondern eher so was wie eine frohe Erwartung in uns aufkommen lassen (besonders nachdem wir schon hinter der chilenischen Grenze auf dem Weg zur Carretera riesigen Spaß auf nassen Pisten hatten)!

Carretera Austral

Viele Landstraßen in Chile haben einen eigenen Namen

Zauberhaftes Patagonien

Zunächst wollen wir in den Park Patagonia, zu dem man über die Carretera Austral gelangt. Dieser Park wurde von Doug Tompkins, dem Gründer der Outdoormarke “North Face”, aufgekauft, um die einzigartige Biodiversität dort zu schützen. Bis heute wird er, zusammen mit einigen anderen Bereichen in der Region, von der Stiftung Tompkins Conservation gepflegt.

Wieso dieser Fleck Erde so schützenswert ist, wird uns sehr schnell deutlich. Schon die Fahrt zum Park ist ein Erlebnis. Vor einem traumhaften Andenpanorama fahren wir über eine kleine Schotterpiste und werden dabei von hunderten neugierigen Lamas beobachtet. Im Park selbst werden wir ein paar Tage verweilen und natürlich auch wandern gehen. Ein sehr idyllischer Campingplatz inmitten der traumhaften Berge versorgt uns mit (eiskalten) Duschen und viel Platz für Zelt und Hängematte.

Eine Tageswanderung führt uns an den “Lagunas Altas” (“hohe Lagunen”) vorbei, von denen eine schöner als die andere ist. Die dazwischenliegenden trockenen, gelben Gräser vor dem Anblick der blauen, schneebedeckten Berge zeigen uns das zauberhafte Patagonien, wie wir es uns immer vorgestellt haben. Während der knapp 23 km langen Wanderung über 1268 Höhenmeter begegnet uns kaum ein Mensch. Kein Vergleich zu unserer Tour am Fitz Roy Trek. Wir sehen lediglich zwei Trailrunnerinnen, welche mich schwer beeindrucken: Die beiden Frauen joggen den anspruchsvollen Wanderweg (für den wir den ganzen Tag eingeplant haben) bergauf im Eiltempo an uns vorbei.

Park Patagonia

Die erste Lagune erwartet uns nach einem anstrengenden Aufstieg. Wir sind uns jetzt schon einig: Es war jeden Meter wert!

Jede Lagune hat ihren eigenen Charakter

Zwischendrin gibt es immer wieder Ausblicke über Teile des weitläufigen Park Patagonia

Es bleibt abwechslungsreich und so führt uns der Weg auch durch kahle Wälder

Patagonien ist wirklich ein Wanderparadies

Petrus meint es gut mit uns: wir haben allerbestes Wetter

Am Ende können wir uns sogar noch für ein Foto an die Guanacos heranschleichen

Ganz ohne Eile kommen wir gegen späten Nachmittag wieder müde am Zelt an. Ich will gerade unseren kleinen Hobokocher anfeuern, als ein interessierter Parkranger vorbeikommt. Einen Holzkocher hat er noch nie gesehen. Er ist vom nachhaltigen Konzept begeistert. Lange fragt er mich darüber aus, wo man so einen Kocher herbekommt und wie unsere Erfahrungen damit sind. Nachdem ich ihm alles ausführlich erkläre, verbietet er uns kurzerhand das Kochen auf Holz… Na, vielen Dank!

Dass wir dort nicht mit Holz kochen dürfen, liegt natürlich nicht daran, dass dem Ranger unsere Nase nicht passt, sondern an der traurigen Tatsache, dass Patagonien von Waldbränden geplagt ist. Selbst wenn wir verantwortungsvoll mit unserem kleinen Ofen umgehen, könnte dies andere Leute zu Lagerfeuern anstiften. Verärgert, aber auch verständnisvoll, weichen wir also auf unseren Gaskocher aus – den haben wir zum Glück als Backup dabei.

Eine unruhige Nacht bei Minustemperaturen

Wieder zurück an der Carretera Austral fahren wir mit dem Mopped auf unterschiedlichsten Untergründen. Die meiste Zeit bewegen wir uns auf Schotter, was eigentlich sehr angenehm zu fahren wäre, wenn man da nicht den unzähligen Schlanglöchen ausweichen müsste. Das mindert den Fahrspaß extrem. Die Landschaft ist jedoch immer sehr abwechslungsreich. Sowohl bei gutem als auch regnerischem Wetter beeindrucken uns Wasserfälle, türkise Bergseen und gewaltige Gebirge. Problemlos finden wir jeden Tag tolle Plätze zum Wildcampen.

Die Hauptsaison ist vorbei und so fahren wir fast einsam zwischen Lagunen und Bergen

Je weiter wir in den Norden kommen, desto besser wird auch die Straßenqualität. Auf dem Weg nach Coyhaique geht es über eine tolle, asphaltierte Serpentinenstrecke wieder mit höheren Geschwindigkeiten weiter. Nach langer Strom- und Internetabstinenz fahren wir mal auf einen Campingplatz, da die Kameraakkus schon seit Langem tot sind (deshalb mussten wir den Park Patagonia übrigens auch mit der GoPro dokumentieren – das einzige Gerät, was zu diesem Zeitpunkt noch etwas Saft hatte).

Mitten in der Nacht werden wir von einem lauten “Rummms” geweckt. Bei Minustemperaturen verlasse ich zuerst das Zelt, um festzustellen, dass der Tiger umgekippt ist. Der Seiteständer hat sich in den Boden gebohrt und konnte das Motorrad nicht mehr halten. Nicki kommt also auch aus dem Zelt gekrabbelt und zusammen heben wir – in Unterwäsche – das Motorrad wieder auf. Jetzt weiß ich auch, warum Seitenständerverbreiterungen eine Daseinsberechtigung haben… So richtig gut schlafen lässt es sich in dieser Nacht nicht, es ist ganz schön kalt. Am nächsten Morgen stelle ich fest, dass sich Eisplatten auf Motorradsitz und Zelt gebildet haben. Der Wetterbericht verrät, dass es wohl -8 Grad waren. Wird Zeit, wieder in wärmere Gefilde zu kommen.

Nehmt uns mit, ihr Schweine (die Zweite)!

Also, es geht höher in den Norden, doch nicht ohne einen Umweg abseits der Ruta 7 zur Insel Raúl Marín Balmaceda zu machen. Unser Freund Tom hat uns verraten, dass es hier einen einsamen Strand mit unzähligen Delfinen gibt. Dass dort nicht so viele andere Menschen sind, liegt mit Sicherheit auch daran, dass allein der Weg zur Insel ziemlich abenteuerlich ist – hört sich nach einer guten Herausforderung an. Und tatsächlich ist auch diese unbefahrene Straße ein echter Geheimtipp. Wieder entdecken wir eine neue landschaftliche Seite dieser Region, die es uns ziemlich antut: Wo klare Flüsse zwischen satten Wiesen und nebelbehangenen Hügeln verlaufen, ist die Welt noch in Ordnung.

Entlang einer kleinen Abzweigung gelangen wir auf dem Weg zur Insel an diesen magischen Ort, wo wir unser Nachtlager aufschlagen

Das patagonische Auenland

Wenn nur dieser Wind nicht wäre…

Wir sind begeistert, als wir bei der kleinen Fähre ankommen, die uns zur Insel bringen soll. Der Hafen sieht aus wie im Paradies.

Doch die Begeisterung lässt etwas nach, als die Fähre, die wir auf der anderen Seite des Ufers sehen, einfach nicht zu uns rüberkommen will. Wir müssen warten. Außer uns will natürlich niemand nach Raúl Marín Balmaceda. Aber trotzdem, das Schiff soll eigentlich durchgängig hin- und herfahren. Die können uns ja nun wirklich nicht übersehen haben. Wir winken vorsichtshalber allen Personen, die wir auf der anderen Seite sehen, aber auch das hilft nichts. Mit Fähren haben wir in Chile eben noch nicht die besten Erfahrungen gemacht. Wir überlegen gerade, wie lange wir noch warten sollen, bevor wir wieder umkehren, bis sich dann doch noch nach einer ganzen Stunde die Fähre in unsere Richtung bewegt.

Eine Fähre ganz für uns allein

Fünf Meter zu weit

Raúl Marín Balmaceda ist etwas ganz Besonderes, denn es führen ausschließlich Sandpisten durch das kleine Eiland. Da wir bei Regen hier vermutlich steckenbleiben würden, können wir also nicht lange bleiben. Doch bevor wir die Insel wieder verlassen, wollen wir einen Abend am Strand verbringen. Wir jagen den Tiger durch immer schmalere Sandpfade, bis wir am verlassensten Strand der Insel ankommen. Hier sind wir ganz allein.

Als wir das Motorrad abstellen, merken wir jedoch schon: den Seitenständer brauchen wir heute nicht. Das Hinterrad hat sich so sehr in den weichen Sand eingegraben, dass das Mopped von alleine steht. Nun gut, damit müssen wir uns dann morgen rumschlagen. Nachdem das Zelt aufgebaut ist, setzen wir uns zum Sonnenuntergang an dem Strand und kochen unser Abendessen. Dabei können wir tatsächlich ein paar Delfine erblicken.

Ein wunderschöner Ort, um das Abendessen zuzubereiten

Auf der Suche nach Delfinen

Unser Zeltplatz in den Dünen

Der erfahrene Offroad-Motorradfahrer mag bereits erahnen, welches Dilemma uns am nächsten Tag erwartet: Den 240 Kilo schweren Tiger aus dem Sand herauszubekommen ist eine echte Herausforderung. Ganze 45 Minuten brauchen wir, um mit Ziehen, Schieben und Drücken das Motorrad zentimeterweise durch den Sand zu bewegen. Wären wir fünf Meter vorher stehengeblieben, wäre uns dieser Spaß (und viel Schweiß) erspart geblieben. Als das Mopped endlich wieder auf festem Untergrund steht, bauen wir die Koffer an und geht es weiter. Zumindest knapp 100 m, dann stürze ich im Sand und wir dürfen das Motorrad wieder aufstellen. Was für ein Start in den Tag…

So fühlt es sich also an, wenn der Hinterreifen keine Luft mehr hat

Der Tag soll noch besser werden. Zurück am Festland – 150 km weiter und wieder auf der Carretera Austral – merke ich, dass irgendetwas nicht stimmt. Das Motorrad lässt sich nicht mehr in Schräglage bringen und hat den Drang nur noch Aufrecht und geradeaus zu fahren. Sofort halte ich. Nicki springt ab und stellt fest: keine Luft mehr auf dem Hinterrad.

Gut, dass wir für solche Fälle vorbereitet sind und alle notwendigen Ersatzteile dabei haben (auch wenn wir keine Erfahrung mit einem platten Reifen haben). Mist, doch nicht gut: ausgerechnet die Sechskant-Nuss, mit der man die Hinterradachse abbaut, scheint verloren gegangen zu sein. Immerhin sind wir mitten auf einer ewig langen Baustelle zum Stehen gekommen. Allein in diesem Abschnitt arbeiten mindestens 30 Menschen. Hier gibt es mit Sicherheit auch Werkzeug und es wird bestimmt kein Problem sein, sich die passende Nuss auszuborgen. Aber wir werden eines besseren belehrt: Nicht nur, dass niemanden unser Problem interessiert (wir müssen den Bauarbeitern wirklich auf die Nerven gehen, damit sich überhaupt etwas tut und jemand nachfragt), es hat hier auch keiner einen Werkzeugkasten dabei. Wir versuchen daher vorbeikommende Autos anzuhalten, doch die meisten winken uns nur fröhlich zurück. Schließlich geht Nicki noch einmal los, um bei den zwei Farmhäusern nachzufragen, an denen wir vorbeigefahren sind. Keiner öffnet ihr die Tür. Nachdem Nicki nun wirklich jedem auf der Baustelle erzählt hat, dass wir unbedingt Hilfe brauchen, erbarmt sich der Baustellenleiter, seinen Mechaniker anzurufen.

Nach knapp zwei Stunden kommt ein Auto angefahren, aus dem fünf Männer aussteigen. Alle stehen jetzt um das Motorrad herum und diskutieren, was zu machen ist. Obwohl wir ja nur kurz die Nuss ausleihen wollten, beginnt einer der Fünf, der uns als Mechaniker vorgestellt worden ist, das Hinterrad abzubauen. Wir werden dabei weder nach unserer Meinung gefragt, noch an das Werkzeug gelassen. Die anderen Vier stehen drumherum. Als Nicki mir übersetzt, dass sie sich gerade nur allzu gut darüber amüsieren, dass der Typ absolut keine Ahnung von dem hat, was er da macht, geraten wir leicht in Panik. Aber gut, wir hätten genau so wenig Ahnung gehabt. Kaum liegt der Hinterreifen neben dem Motorrad, hält eine Motorradfahrerin neben uns, die dem Treiben neugierig zuguckt. Eine Begutachtung des Reifens ergibt, dass dieser völlig zerstört ist. Knapp acht Löcher zähle ich, welche zwischen den Stollen in den Reifen gerissen sind. Teilweise sind sie so groß, dass man einen Finger durchstecken kann. Wie uns das die ganze Zeit nicht aufgefallen konnte und wieso wir mit diesem Reifen überhaupt noch bis hierhin gekommen sind, kann sich keiner erklären. Fest steht jedoch, dass wir mit diesem Reifen nicht mehr weiterkommen. Würden wir den Reifen mit einem geflickten Schlauch wieder anbauen, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis er wieder platt ist und wir am Straßenrand feststecken.

Aber, welch Wunder, die Motorradfahrerin hat auf ihrer vollbepackten Honda Transalp einen 17 Zoll Ersatzreifen dabei. Passt genau auf unsere Felge. Wir können unser Glück kaum fassen, als sie ihn uns zur Verfügung stellt. Die Bauarbeiter bestehen darauf, den Reifen zu wechseln, machen dabei aber wirklich nicht den erfahrendsten Eindruck. Mich lässt man immer noch nicht ans Werkzeug, aber nach einiger Zeit ist tatsächlich der Reifen gewechselt. Wir bedanken uns bei den Bauarbeitern für ihre Hilfe und die Bauarbeiter bedanken sich bei uns, dass wir ihnen einen Grund gegeben haben, nicht arbeiten zu müssen. Die nächsten Tage werden wir zusammen mit Nathalie, so der Name der hilfsbereiten schweizer Motorradfahrerin, zusammenreisen. Der Plan ist, in Puerto Montt einen neuen Reifen zu kaufen und ihr ihren zurückzugeben.

Kurz vor unserem Plattfuß haben wir noch den Luftdruck kontrolliert

Abschiedsfoto mit dem Mechaniker nach getaner Arbeit

Rauch aus dem Schlund des Vulcan Chaitén

Doch erst mal fahren wir nach Chaitén, um dort den gleichnamigen Vulkan zusammen mit Nathalie zu besteigen. Der Tagesausflug lohnt sich, besonders beeindruckt mich der Rauch, der aus dem Schlund emporsteigt.

Auf der Suche nach einem neuen Hinterreifen

In Puerto Montt gestaltet sich die Suche nach einem neuen Hinterreifen gar nicht so einfach. Wir klappern so ziemlich jeden Reifen- und Motorradhändler der Stadt ab, werden aber immer weitergeschickt. Wir hätten gern den Mitas E07 Reifen, dieser ist aber schon seit Monaten in ganz Chile ausverkauft. Letztlich bekommen wir in einem kleinen Shop einen völlig überteuerten Shinko E705 Discountreifen aus Südkorea (für den Preis, den wir zahlen müssen, würde man in Deutschland gleich zwei hochwertige Heidenau Reifen bekommen).

Der Händler möchte uns den Reifen aufziehen, also schließt er seinen Laden, schmeißt den Reifen auf die Ladefläche seines Pickups und sagt mir, ich soll ihm folgen. Als wir gerade unsere Motorradhelme aufgesetzt haben und den Motor starten, kommt ein anderer Kunde zum Laden. Statt mit uns zu seiner Werksatt zu fahren, schließt der Händler seinen Laden wieder auf und bedient erst mal den neuen Kunden. Ok, denke ich mir, hier in Chile läuft alles etwas anders als in Deutschland und das muss ich so akzeptieren, also stelle ich den Motor wieder ab. Wir sitzen immer noch draußen auf dem Motorrad und warten, als noch mehr Kunden in den Laden kommen. Wir scheinen nun völlig vergessen zu sein. Nicki ist sehr genervt und setzt sich auf den Bürgersteig. Ich stelle mich demonstrativ in den Laden und beobachte das Treiben. Der neuste Kunde kauft eine Vollausstattung: Motorradhelm, Hose, Jacke und ein paar Stiefel. Alles muss natürlich anprobiert werden. Uns lässt man munter warten. Nach knapp einer Stunde fahren wir dann doch mit dem Händler ans andere Ende der Stadt und er zieht uns den Reifen auf. Das geht dann wenigstens schnell und unkompliziert. Hätte ich ihm dabei aber nicht auf die Finger geguckt, hätte er beim Einbau des Hinterrads eine viel zu starke Kettenspannung eingestellt. Der halbe Tag ist schon wieder um, als wir Nathalie ihren Reifen zurückbringen.

Traumstraße Carretera Austral?

In Puerto Montt endet auch die Carretera Austral. Die Landschaft entlang der Straße war wirklich wunderschön und abwechslungsreich. Es herrschte nicht viel Verkehr und wir konnten immer problemlos Plätze zum Wildcampen finden. Da die meisten Orte entlang der Straße sehr klein waren, mussten wir in winzigen “Minimercados” (“kleine Supermärkte”) relativ viel Geld für Lebensmittel ausgeben und hatten meist keine große Auswahl. Das Gemüse war häufig in schlechter Qualität. Als “Traumstraße” würde ich die Ruta 7 nicht bezeichnen. Die Straßenqualität ließ meist zu wünschen übrig. Versteht mich nicht falsch, wir fahren sehr gerne Offroad- und Schotterpassagen, aber hier ging es häufig nur darum, den endlos vielen Schlaglöchern auszuweichen. Wir sind ebenfalls durch viele Baustellen gefahren, da immer mehr Passagen der Carretera asphaltiert werden. Ich fürchte aber, dass durch eine voll asphaltierte Straße der Zauber der Carretera Austral verloren geht. Für diejenigen, die dort vom Tourismus abhängig sind, mag das eine positive Entwicklung sein. Für Abenteuer-Motorradreisende geht die Attraktivität jedoch verloren und wir sind froh, sie noch in ihrem jetzigem Zustand und ohne viel Verkehr gefahren zu sein.